Forschung


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Filmische Aufbrüche

Feministische Filme in der Zeit der Neuen Frauenbewegung in der Schweiz

In ihrem Dissertationsprojekt untersucht Gina Dellagiacoma den frühen feministischen Film in der Schweiz. Nicht nur erprobten die Filmemacherinnen in den 1970er/80er-Jahren neue Wege der Produktion und Distribution, sie eroberten zudem den patriarchal dominierten Raum Kino, schufen neue Vorführorte und -Formate. Es entstanden noch nicht dagewesene und öffentlichkeitswirksame Plattformen zur Inszenierung und Aushandlung bislang marginalisierter Anliegen und Lebensrealitäten.

Erkenntnisinteressen

Das Projekt untersucht aus einer kulturanalytischen Perspektive Filme als Kulturpraxis innerhalb und mittels derer zeitgenössische Ordnungen kritisiert und aufgebrochen sowie angeeignet, re-imaginiert und hergestellt werden. Wie verhandelten und veränderten feministische Filme zeitgenössische Geschlechterverhältnisse?

Die Forschungsarbeit sucht zudem nach neuen Einsichten hinsichtlich transnationalen und multitemporalen Bedeutungs- und Wirkungszusammenhängen: Wie wurde und wird das feministische Potential der Filme in konkreten gesellschaftspolitischen Kontexten aufgerufen und wirksam gemacht? Wie prägten und prägen spezifische Diskurse und Praktiken ihre Zirkulation?

Material

Im Fokus der Untersuchung stehen dokumentarische wie fiktionale Kurz- und Langfilme aus dem Zeitraum der Neuen Frauenbewegung in der Schweiz. Die Forschung basiert auf kulturwissenschaftlichen Filmanalysen, historischen Quellen sowie Interviews mit frühen feministischen Filmemacherinnen der Schweiz.

Seit 10/2023 Dissertationsprojekt am ISEK - Populäre Kulturen, Universität Zürich sowie im Doktoratsprogramm “Epistemologien ästhetischer Pratiken” (Universität Zürich, ETH, ZHdK)